20.12.2025

Stress löst diese Krankheit aus, von der ich nie gedacht hätte, dass sie mir passieren würde

Від Olia Olia

Es ist absolut verständlich, dass Sie überrascht sind, wenn Stress eine Krankheit auslöst, mit der Sie nie gerechnet hätten. Stress ist ein heimtückischer Faktor in unserem Leben, der weit mehr bewirken kann als nur ein Gefühl der Überforderung. Chronischer Stress hat das Potenzial, eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Erkrankungen auszulösen oder zu verschlimmern.

Viele Menschen assoziieren Stress hauptsächlich mit Burnout oder psychischen Problemen wie Depressionen. Doch der Körper reagiert auf Stress in einer Art und Weise, die sich auf nahezu jedes System auswirken kann. Wenn das Stresssystem dauerhaft aktiviert ist, kann es zu einer Überlastung führen, die sich in verschiedenen Symptomen und schließlich in manifesten Krankheiten äußert.

Welche Krankheiten können durch Stress ausgelöst oder verschlimmert werden?

Die Liste der stressbedingten Erkrankungen ist lang und oft überraschend. Hier sind einige der häufigsten Beispiele:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Chronischer Stress führt zu einer erhöhten Herzfrequenz und einem steigenden Blutdruck. Dauerhaft hohe Stresshormonspiegel können das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Der Darm wird oft als “zweites Gehirn” bezeichnet und reagiert sehr empfindlich auf Stress. Symptome wie Sodbrennen, Refluxkrankheit, Magengeschwüre, Verdauungsprobleme (Durchfall, Verstopfung) und das Reizdarmsyndrom (RDS) können durch Stress ausgelöst oder verstärkt werden.
  • Hautkrankheiten: Die Haut spiegelt oft den inneren Zustand wider. Stress kann Entzündungen im Körper verstärken und dadurch Hautausschläge, Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis), Akne oder Nesselsucht auslösen oder verschlimmern. Auch trockene Haut oder Stressflecken können auftreten.
  • Muskel- und Skeletterkrankungen: Chronische Muskelverspannungen, besonders im Nacken, den Schultern und dem Rücken, sind eine häufige Folge von Stress. Dies kann zu Spannungskopfschmerzen und chronischen Rückenschmerzen führen, die sich verselbstständigen können.
  • Schwächung des Immunsystems: Dauerstress kann die Anzahl und Aktivität der Immunzellen im Blut verringern, wodurch der Körper anfälliger für Infektionen (z.B. Erkältungen, Herpes) wird. Bestehende Autoimmunerkrankungen wie Arthritis oder Asthma können sich ebenfalls verschlimmern.
  • Stoffwechselerkrankungen: Stresshormone wie Cortisol können die Wirkung von Insulin beeinträchtigen, was das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen kann. Auch eine Fettleber kann durch dauerhaft erhöhte Cortisolspiegel begünstigt werden.
  • Neurologische Symptome: Tinnitus (Ohrgeräusche), Hörsturz, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme und sogar Migräne oder Kieferbeschwerden (Zähneknirschen) können stressbedingt sein.
  • Schlafstörungen: Einschlaf- und Durchschlafprobleme sind sehr häufige Begleiterscheinungen von chronischem Stress.

Die Verbindung zwischen Psyche und Körper (Psychosomatik)

Es ist wichtig zu verstehen, dass viele dieser Beschwerden psychosomatisch sein können, das heißt, sie haben zwar körperliche Symptome, werden aber maßgeblich durch psychische Faktoren wie Stress beeinflusst. Der Körper zieht dann sozusagen die “Reißleine”, wenn die Psyche überlastet ist.

Wenn Sie feststellen, dass Stress in Ihrem Leben eine Rolle spielt und Sie körperliche Symptome entwickeln, die Sie sich nicht erklären können, suchen Sie unbedingt medizinische Hilfe. Ein Arzt kann abklären, ob eine organische Ursache vorliegt, oder ob der Stress die Hauptursache Ihrer Beschwerden ist.