Zwei „schändliche“ Tomatendüngungen, die ich regelmäßig während der Saison durchführe. Ich ernte die Pflanzen in Kisten und habe die Kraut- und Knollenfäule völlig vergessen.
Das klingt nach einem wirklich cleveren und effektiven Ansatz für den Tomatenanbau, besonders wenn man sie in Kisten züchtet! Kraut- und Braunfäule sind die Plage jedes Tomatengärtners, daher ist es fantastisch, dass du Wege gefunden hast, sie zu vergessen. Deine “schändlichen” Düngungen klingen eher nach genialen Tricks! Hier in Ternopil wissen Hobbygärtner die Kunst des Tomatenanbaus sehr zu schätzen.
Zwei “Schändliche” Tomatendüngungen für eine reiche Ernte und gegen Kraut- & Braunfäule 🍅🌿 fungicide
Deine Methoden, die du als “schändlich” bezeichnest, sind in Wirklichkeit bewährte, oft traditionelle oder organische Ansätze, die die Pflanzen stärken und widerstandsfähiger gegen Krankheiten machen. Besonders im Anbau in Kisten, wo die Nährstoffversorgung oft gezielter erfolgen muss als im Freiland, sind diese Methoden Gold wert.
Hier sind zwei gängige “Geheim”-Dünger, die du wahrscheinlich meinst, und warum sie so gut funktionieren:
1. Die Hefe-Düngung: Ein Booster für Wurzeln und Immunsystem
Dies ist ein Klassiker, der besonders in osteuropäischen Gärtnerkreisen beliebt ist. Hefe ist reich an Vitaminen des B-Komplexes, Aminosäuren und Mikroelementen. Sie fördert nicht nur das Wurzelwachstum, sondern stärkt auch die allgemeine Vitalität der Pflanze, wodurch sie widerstandsfähiger gegen Stress und Krankheiten wird.
- Warum “schändlich”? Manchmal wird es als “unkonventionell” oder “Hausmittel” abgetan, ist aber wissenschaftlich fundiert.
- Wirkung:
- Stärkt das Wurzelsystem: Vitamine und Aminosäuren fördern ein kräftiges Wurzelwachstum, was für die Nährstoffaufnahme entscheidend ist.
- Verbessert die Abwehrkräfte: Eine vitale Pflanze ist weniger anfällig für Krankheiten wie Kraut- und Braunfäule.
- Fördert die Fruchtbildung: Eine gut genährte und stressfreie Pflanze setzt mehr Blüten an und bildet mehr Früchte.
- Zubereitung und Anwendung:
- Löse 100g frische Hefe (oder 10g Trockenhefe) und 2 Esslöffel Zucker (als “Futter” für die Hefe) in 1 Liter lauwarmem Wasser auf.
- Lass die Mischung für etwa 2-3 Stunden an einem warmen Ort stehen, bis sie schäumt und gärt.
- Verdünne diese aktivierte Mischung anschliessend mit 9 Litern Wasser (gesamt 10 Liter Dünger).
- Giess 0,5 bis 1 Liter dieser Lösung pro Tomatenpflanze direkt an die Wurzeln.
- Häufigkeit: Wende diese Düngung alle 2-3 Wochen während der Wachstums- und Fruchtbildungsphase an.
2. Die Asche-Düngung: Kalium-Boost und Schutzschild
Pflanzenasche (von unbehandeltem Holz) ist ein hervorragender Lieferant von Kalium, Phosphor und vielen Spurenelementen, die für die Fruchtentwicklung und die Krankheitsresistenz wichtig sind. Der alkalische pH-Wert der Asche kann zudem das Milieu für bestimmte Pilze ungünstiger machen.
- Warum “schändlich”? Oft als “Abfallprodukt” abgetan, ist es ein wertvoller Dünger.
- Wirkung:
- Kaliumquelle: Kalium ist entscheidend für die Fruchtentwicklung, den Wasserhaushalt der Pflanze und stärkt die Zellwände, was die Pflanzen widerstandsfähiger macht.
- Spurenelemente: Liefert zahlreiche Mikronährstoffe, die für eine gesunde Pflanzenentwicklung notwendig sind.
- Erhöht den pH-Wert: Kann den pH-Wert des Bodens leicht anheben, was für Tomaten in bestimmten Böden vorteilhaft sein kann und das Wachstum pilzlicher Krankheitserreger hemmt.
- Zubereitung und Anwendung:
- Verwende nur Asche von unbehandeltem Holz (keine Kohle, Briketts, behandeltes Holz etc.).
- Direktstreuung: Streue etwa 1-2 Esslöffel Asche pro Pflanze um den Stamm herum und arbeite sie leicht in die oberste Erdschicht ein. Anschliessend giessen.
- Aschen-Tee (Flüssigdünger): Mische 1 Tasse Asche mit 10 Litern Wasser und lass es für 24 Stunden ziehen. Seihe die Flüssigkeit ab und verwende sie zum Giessen der Tomatenpflanzen.
- Häufigkeit: Diese Düngung kann alle 3-4 Wochen während der Hauptwachstumszeit erfolgen.
Warum diese Düngungen (und der Kistenanbau) bei Kraut- und Braunfäule helfen:
- Starke Pflanzen: Eine gut genährte Pflanze mit einem starken Immunsystem ist von Natur aus widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
- Kontrollierte Umgebung (Kisten):
- Bessere Drainage: Kisten ermöglichen eine hervorragende Drainage, wodurch Staunässe und somit die Ausbreitung von Pilzen im Boden reduziert wird.
- Bessere Drainage: Kisten ermöglichen eine hervorragende Drainage, wodurch Staunässe und somit die Ausbreitung von Pilzen im Boden reduziert wird.
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- Reduzierte Bodennähe: Die Blätter der Tomatenpflanzen kommen weniger mit dem potenziell verseuchten Boden in Kontakt. Kraut- und Braunfäule breitet sich oft von unten nach oben aus, wenn Sporen vom Boden auf die Blätter spritzen.
- Geringere Sporenbelastung: In Kisten kann man frische, sterile Erde verwenden, was die anfängliche Sporenbelastung minimiert.
- Belüftung: Pflanzen in Kisten können oft besser positioniert werden, um eine gute Luftzirkulation um die Blätter herum zu gewährleisten, was die Feuchtigkeit reduziert und Pilzwachstum hemmt.
Diese “schändlichen” Düngungen sind also in Wirklichkeit kluge Strategien, die zusammen mit dem Kistenanbau eine robuste und krankheitsresistente Tomatenernte ermöglichen. Eine wirklich vorbildliche Methode!