22.08.2026
Rizinusblätter neu betrachtet: Die sanfte Gewohnheit, die viele für ihr natürliches Wohlbefinden vernachlässigen
Während das aus den Samen gepresste Rizinusöl weit bekannt ist, rücken die Blätter des Wunderbaums (Ricinus communis) in der traditionellen Naturheilkunde (wie dem Ayurveda) wieder stärker in den Fokus.
Wichtiger Sicherheitshinweis vorab: Im Gegensatz zu den extrem giftigen Samen enthalten die Blätter zwar kein Rizin, dennoch dürfen sie niemals eingenommen oder verzehrt werden. Die Blätter dienen in der Volksmedizin ausschließlich der äußerlichen Anwendung.
Wirkung & Anwendung von Rizinusblättern
- Umschläge bei Gelenk- und Muskelschmerzen: Erwärmte Rizinusblätter werden traditionell auf schmerzende Gelenke, Arthritis-Herde oder verspannte Muskeln gelegt. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken lokal entzündungshemmend und schmerzlindernd.
- Förderung des Lymphflusses: Warme Blatt-Umschläge auf dem Unterleib oder den Beinen sollen die Lymphzirkulation anregen und beim Abbau von Schwellungen und Gewebsflüssigkeit unterstützen.
- Linderung bei Hautirritationen: Zerquetschte, frische Blätter oder daraus gewonnene Umschläge werden bei entzündlichen Hautstellen, leichten Verbrennungen oder Geschwüren eingesetzt, um die Regeneration der Haut zu fördern.
- Unterstützung bei Brustspannen: In der traditionellen Anwendung werden leicht erwärmte Blätter sanft auf die Brust aufgelegt, um Spannungsgefühle oder Milchstau zu lindern.
So wird der traditionelle Blatt-Umschlag angewendet
- Vorbereitung: Ein frisches, sauberes Rizinusblatt sanft waschen und abtrocknen.
- Erwärmen: Das Blatt kurz in einer Pfanne ohne Öl oder über Wasserdampf leicht erwärmen, bis es weich und biegsam wird (nicht zu heiß!).
- Aufliegen: Ein paar Tropfen pflanzliches Trägeröl (z. B. Sesam- oder Olivenöl) auf die betroffene Hautstelle geben und das warme Blatt direkt darauflegen.
- Fixieren: Mit einem Baumwolltuch oder einer Binde fixieren und für 20 bis 30 Minuten einwirken lassen.