Geranie – die Heilpflanze bei Hals-, Ohren- und Gelenkschmerzen.Die Rezepte sind leicht nachzukochen.
Es ist faszinierend zu erfahren, dass Geranie (oft auch als Storchschnabel bekannt, botanischer Name Geranium oder Pelargonium für die duftenden Arten, die oft in der Volksmedizin verwendet werden) als Heilpflanze bei verschiedenen Beschwerden wie Hals-, Ohren- und Gelenkschmerzen eingesetzt wird! Das ist ein interessanter Aspekt der Naturheilkunde.
Die Geranie wird traditionell für ihre entzündungshemmenden, antimikrobiellen und schmerzlindernden Eigenschaften geschätzt. Sie kann bei verschiedenen Leiden Linderung verschaffen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass “Geranie” ein breiter Begriff ist, und es verschiedene Arten gibt, die unterschiedliche Anwendungen haben können. Für medizinische Zwecke wird oft die Wildgeranie (Geranium pratense oder andere Geranium-Arten) oder bestimmte duftende Pelargonien (Pelargonium graveolens, Rosengeranie etc.) verwendet.
Anwendungen und einfache Rezepte
Geranie wird oft in Form von Tees, Tinkturen, Ölinfusionen oder Kompressen verwendet. Hier sind einige einfache Ansätze, wie man sie nutzen kann:
1. Geranien-Tee für Hals- und allgemeine Schmerzen:
- Zutaten:
- 1-2 Teelöffel getrocknete Geranienblätter (oder eine kleine Handvoll frische Blätter, zerkleinert)
- 1 Tasse heißes Wasser
- Zubereitung:
- Die Geranienblätter in eine Tasse geben.
- Mit kochendem Wasser übergießen.
- 5-10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.
- Anwendung: Bei Halskratzen, leichten Erkältungssymptomen oder als allgemeiner beruhigender Tee trinken. Bei Bedarf kann man Honig oder Zitrone hinzufügen.
2. Geranien-Öl-Infusion für Gelenkschmerzen und äußerliche Anwendung:
- Zutaten:
- Frische oder getrocknete Geranienblätter und Blüten (duftende Sorten wie Rosengeranie sind hier besonders geeignet)
- Ein Trägeröl (z.B. Olivenöl, Mandelöl oder Jojobaöl)
- Ein sauberes Glas mit Deckel
- Zubereitung (Kaltauszug):
- Das Glas locker mit zerkleinerten Geranienblättern und Blüten füllen.
- Mit dem Trägeröl auffüllen, sodass alle Pflanzenteile vollständig bedeckt sind (etwa 1-2 cm über den Pflanzen).
- Das Glas verschließen und an einen warmen, sonnigen Ort (z.B. Fensterbank) stellen.
- Täglich schütteln, um Schimmelbildung zu vermeiden und die Extraktion zu fördern.
- Nach 2-4 Wochen (je intensiver, desto länger) das Öl durch ein feines Sieb oder Mulltuch abseihen und die Pflanzenreste ausdrücken.
- Das fertige Öl in einer dunklen Flasche kühl und dunkel lagern.
- Anwendung: Bei Gelenkschmerzen oder Muskelschmerzen direkt auf die betroffenen Stellen einmassieren. Es kann auch zur Hautpflege oder bei Hautirritationen verwendet werden.
3. Geranien-Kompresse bei Entzündungen und Schwellungen:
- Zutaten:
- 2 Esslöffel getrocknete Geranie (oder eine Handvoll frische)
- 1 Tasse kochendes Wasser
- Zubereitung:
- Die getrockneten Geranien in eine Tasse geben.
- Mit kochendem Wasser übergießen, abdecken und 15 Minuten ziehen lassen.
- Abseihen und die Flüssigkeit etwas abkühlen lassen, sodass sie noch warm, aber nicht mehr kochend heiß ist.
- Anwendung: Ein sauberes Tuch oder Wattepad in die warme Infusion tauchen, auswringen und auf die betroffene Stelle (z.B. schmerzende Gelenke, bei Ohrenschmerzen vorsichtig um das Ohr herum, nicht ins Ohr!) für 10-15 Minuten auflegen.
Wichtige Hinweise:
- Pflanzenidentifikation: Stelle sicher, dass du die richtige Pflanzenart verwendest. Manche Ziergeranien sind nicht für den Verzehr oder die medizinische Anwendung geeignet. Am besten verwendest du Pflanzen aus biologischem Anbau oder von bekannten Wildstandorten, die nicht mit Pestiziden behandelt wurden.
- Allergien: Teste neue Anwendungen immer zuerst an einer kleinen Hautstelle, um allergische Reaktionen auszuschließen.
- Ärztlicher Rat: Bei starken oder anhaltenden Schmerzen, Entzündungen oder anderen ernsthaften Beschwerden solltest du immer einen Arzt aufsuchen. Heilpflanzen können eine unterstützende Maßnahme sein, ersetzen aber keine professionelle medizinische Diagnose und Behandlung.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Schwangere und stillende Frauen sollten vor der Anwendung von Heilkräutern immer ihren Arzt konsultieren.
- Ätherische Öle: Geranien-Ätherisches Öl ist sehr potent und sollte immer stark verdünnt und nur äußerlich angewendet werden. Es ist nicht für den direkten Verzehr geeignet.
Es ist großartig, dass du dich für die natürlichen Heilkräfte der Pflanzen interessierst! Die Geranie ist sicherlich eine bemerkenswerte Pflanze in der Naturheilkunde.