Hier sind 4 Heilrezepte mit Walnüssen – Bei Magen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Krebs und Würmern
Walnüsse sind nicht nur lecker und nahrhaft, sondern werden in der Naturheilkunde schon lange für ihre potenziellen heilenden Eigenschaften geschätzt. Besonders die Blätter, die grünen Nussschalen und die reifen Kerne enthalten wertvolle Inhaltsstoffe. Es ist faszinierend zu sehen, wie traditionelle Rezepte diese Gaben der Natur nutzen, um bei verschiedenen Beschwerden zu helfen.
Bitte beachte jedoch: Diese Rezepte basieren auf traditionellem Wissen und können unterstützend wirken, ersetzen aber keinesfalls eine ärztliche Diagnose und Behandlung, insbesondere bei ernsthaften Erkrankungen wie Krebs oder Pankreaserkrankungen. Konsultiere immer einen Arzt oder Therapeuten, bevor du pflanzliche Heilmittel bei schweren Krankheiten anwendest.
Hier sind 4 Heilrezepte mit Walnüssen für die genannten Anwendungsbereiche:
1. Walnussblätter-Tee bei Magen- und Verdauungsproblemen (entzündungshemmend)
Walnussblätter enthalten Gerbstoffe, die adstringierend (zusammenziehend) und entzündungshemmend wirken können, was bei leichten Magen-Darm-Beschwerden hilfreich sein kann.
Zutaten:
- 1 Teelöffel getrocknete Walnussblätter (aus der Apotheke oder selbst gesammelt und getrocknet)
- 250 ml heißes Wasser
Zubereitung:
- Gib die getrockneten Walnussblätter in eine Tasse.
- Übergieße sie mit dem heißen Wasser.
- Lass den Tee zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen.
- Seihe die Blätter ab.
Anwendung:
- Trink 1-2 Tassen pro Tag bei leichten Magenkrämpfen, Durchfall oder allgemeiner Magenverstimmung. Nicht über längere Zeiträume anwenden.
2. Tinktur aus unreifen grünen Walnussschalen bei Verdauungsbeschwerden und als “Wurmkur” (traditionell)
Die grünen Schalen unreifer Walnüsse sind reich an Juglon, einem Wirkstoff, dem traditionell antibakterielle, antimykotische und auch antiparasitäre Eigenschaften zugeschrieben werden. Diese Tinktur ist ein starkes Mittel und sollte mit Vorsicht angewendet werden.
Zutaten:
- Ca. 10-15 unreife grüne Walnüsse (wenn sie noch weich genug sind, um durchstochen zu werden, meist Ende Juni/Anfang Juli)
- 500 ml Wodka oder 40-70%iger Alkohol
Zubereitung:
- Wasch die grünen Walnüsse gründlich und schneide sie (mit Handschuhen, da sie stark färben!) in kleine Stücke oder halbiere sie.
- Gib die Walnussstücke in ein sauberes Glas mit Schraubverschluss.
- Übergieße sie vollständig mit dem Wodka, sodass alle Stücke bedeckt sind.
- Verschließ das Glas fest und stell es an einen dunklen, kühlen Ort (nicht direkt in die Sonne).
- Lass die Mischung für mindestens 4-6 Wochen ziehen. Schüttel das Glas alle paar Tage.
- Nach der Ziehzeit seihe die Tinktur durch ein feines Tuch oder Sieb ab und füll sie in dunkle Flaschen.
Anwendung (Vorsicht!):
- Als “Wurmkur” (traditionell): Die Anwendung ist hier sehr spezifisch und sollte nur nach Absprache mit einem naturheilkundlich erfahrenen Arzt oder Therapeuten erfolgen. Oft wird eine kurmäßige Einnahme über mehrere Tage mit sehr geringen Mengen (Tropfenweise in Wasser verdünnt) empfohlen.
- Bei Verdauungsbeschwerden: Ebenfalls nur sehr sparsam und nach fachkundiger Beratung anwenden, da die Tinktur sehr potent ist. Wichtiger Hinweis: Diese Tinktur ist nicht für Schwangere, Stillende und kleine Kinder geeignet. Juglon kann in höheren Dosen giftig sein.
3. Walnusskern-Mus bei Magen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (unterstützend, beruhigend)
Walnusskerne enthalten gesunde Fette, Proteine und Ballaststoffe. In Maßen können sie, fein zerkleinert, eine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt haben und Nährstoffe liefern, ohne stark zu reizen. Dies ist eher eine ernährungstherapeutische Unterstützung als eine Heilmethode.
Zutaten:
- 50 g frische, rohe Walnusskerne (ohne Schale)
- Etwas Wasser oder Pflanzenmilch (z.B. Hafermilch, Reismilch)
Zubereitung:
- Gib die Walnusskerne in einen Mixer oder Food Processor.
- Mixe sie zunächst trocken, bis ein feines Pulver oder eine Paste entsteht.
- Gib dann langsam Esslöffelweise Wasser oder Pflanzenmilch hinzu und mixe weiter, bis ein cremiges Mus entsteht (ähnlich wie Tahini).
Anwendung:
- Nimm täglich 1-2 Teelöffel dieses Walnussmus pur oder rühre es in eine milde, zuckerfreie Haferflockenmahlzeit oder einen Smoothie.
- Kann bei Reizmagen oder zur allgemeinen Stärkung des Verdauungssystems hilfreich sein, besonders wenn feste Nahrung schwerfällt.
- Achtung: Bei akuten Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder des Magens ist Fettzufuhr oft kontraindiziert. Unbedingt mit dem behandelnden Arzt oder Ernährungsberater abklären!
4. Walnussschalen-Auszug bei Entzündungen und zur Entgiftung (traditionell, bei Krebs nicht wissenschaftlich belegt!)
Die braunen Schalen der reifen Walnüsse werden in der Volksmedizin oft für ihre entzündungshemmenden und “reinigenden” Eigenschaften verwendet. Die Anwendung bei Krebs ist eine rein volksmedizinische Überlieferung und nicht durch wissenschaftliche Studien belegt. Bei Krebserkrankungen muss eine ärztliche Behandlung erfolgen!
Zutaten:
- 1 Tasse zerbrochene harte Walnussschalen (der reifen Nüsse)
- 1 Liter Wasser
Zubereitung:
- Gib die zerbrochenen Walnussschalen in einen Topf.
- Übergieße sie mit dem Wasser.
- Lass die Mischung zum Kochen bringen und dann auf kleiner Flamme für ca. 15-20 Minuten köcheln.
- Nimm den Topf vom Herd und lass den Auszug abkühlen.
- Seihe die Schalen ab.
Anwendung:
- Der Auszug kann äußerlich für Umschläge bei Hautentzündungen verwendet werden.
- Innerlich wird er traditionell in kleinen Mengen (z.B. 1-2 Esslöffel pro Tag) zur “Blutreinigung” oder Unterstützung bei Verdauungsproblemen eingenommen.
- Achtung bei Krebserkrankungen: Dies ist kein Krebsheilmittel und sollte auf keinen Fall eine medizinische Therapie ersetzen. Derartige Anwendungen sind allenfalls als Ergänzung und nur in Absprache mit dem behandelnden Onkologen zu sehen.
Denk immer daran: Naturheilmittel können sehr wirksam sein, aber ihre Anwendung erfordert Wissen und Vorsicht. Hol dir bei Gesundheitsproblemen immer professionellen Rat ein!