10.07.2025
Die Vermehrung von Geranien ist nicht schwierig. Wie geht das?
Geranien vermehren: So einfach geht’s mit Stecklingen! 🌱✂️
Die beste Zeit, um Geranien durch Stecklinge zu vermehren, ist im Spätsommer (August/September) oder im frühen Frühjahr (März/April). Im Spätsommer sind die Pflanzen noch kräftig und bilden leicht Wurzeln, während im Frühjahr die jungen Pflanzen genug Zeit haben, sich bis zum Sommer zu entwickeln.
Was Sie brauchen:
- Gesunde Mutterpflanze: Eine kräftige Geranie, von der Sie Stecklinge nehmen möchten.
- Scharfes, sauberes Messer oder Schere: Wichtig, um glatte Schnitte zu erzielen und Krankheiten zu vermeiden. Desinfizieren Sie die Klinge vorher mit Alkohol.
- Anzuchterde oder sandige Erde: Eine Mischung, die gut durchlässig ist und Staunässe verhindert. Spezielle Anzuchterde ist ideal.
- Kleine Töpfe oder Anzuchtschalen: Mit Drainagelöchern.
- Optional: Bewurzelungspulver (kann die Wurzelbildung fördern, ist aber nicht zwingend notwendig).
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Stecklinge schneiden:
- Suchen Sie an der Mutterpflanze gesunde, nicht blühende Triebe mit 2-3 Blattpaaren. Die Triebe sollten nicht zu weich und nicht zu verholzt sein.
- Schneiden Sie den Trieb direkt unter einem Blattknoten (dem Punkt, an dem Blätter wachsen) ab. Der Steckling sollte etwa 8-12 cm lang sein. Ein Schnitt unterhalb des Knotens ist wichtig, da sich dort die Wurzelhormone konzentrieren.
- Entfernen Sie alle unteren Blätter, sodass nur noch 2-3 Blätter am oberen Ende des Stecklings verbleiben. Auch Blütenknospen oder Blüten sollten entfernt werden, da die Pflanze sonst Energie in die Blüte statt in die Wurzelbildung steckt.
- Lassen Sie die Schnittstelle des Stecklings für einige Stunden (oder sogar über Nacht) an der Luft antrocknen. Dies verhindert Fäulnis.
- Stecklinge vorbereiten (optional Bewurzelungspulver):
- Wenn Sie Bewurzelungspulver verwenden, tauchen Sie die Schnittstelle des angetrockneten Stecklings vorsichtig in das Pulver. Überschüssiges Pulver abklopfen.
- Wenn Sie Bewurzelungspulver verwenden, tauchen Sie die Schnittstelle des angetrockneten Stecklings vorsichtig in das Pulver. Überschüssiges Pulver abklopfen.
- Stecklinge einpflanzen:
- Füllen Sie die kleinen Töpfe oder Anzuchtschalen mit der vorbereiteten Anzuchterde. Drücken Sie die Erde leicht an.
- Machen Sie mit einem Finger oder einem Stift ein kleines Loch in die Mitte der Erde.
- Stecken Sie den Steckling vorsichtig etwa 2-3 cm tief in das Loch. Achten Sie darauf, dass die Schnittstelle nicht beschädigt wird.
- Drücken Sie die Erde um den Steckling herum leicht an, um ihm Halt zu geben. Sie können mehrere Stecklinge in eine größere Schale setzen, aber achten Sie auf genügend Abstand.
- Pflege der Stecklinge:
- Gießen: Gießen Sie die Erde nach dem Einpflanzen vorsichtig an, sodass sie feucht, aber nicht nass ist. Staunässe unbedingt vermeiden, da dies zu Fäulnis führt. Halten Sie die Erde in den folgenden Wochen leicht feucht.
- Standort: Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine Temperatur von etwa 18-22°C ist ideal. Ein Fensterbrett ohne pralle Mittagssonne ist oft gut geeignet.
- Luftfeuchtigkeit (optional): Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann die Wurzelbildung fördern. Sie können eine Plastiktüte über die Töpfe stülpen oder eine transparente Haube verwenden, aber lüften Sie regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Wurzelbildung und Umtopfen:
- Es dauert in der Regel 2-4 Wochen, bis die Stecklinge Wurzeln bilden. Sie erkennen dies daran, dass die Stecklinge neue Blätter bilden oder sich beim vorsichtigen Ziehen am Steckling ein leichter Widerstand zeigt.
- Sobald die Stecklinge gut durchwurzelt sind und kräftig wachsen, können Sie sie in größere Töpfe mit normaler Blumenerde umtopfen.
Mit dieser einfachen Methode können Sie im Handumdrehen viele neue Geranien für Ihren Garten, Balkon oder als Geschenke für Freunde und Familie ziehen! Viel Erfolg beim Vermehren!