03.05.2026

Ärzte enthüllen, dass der Verzehr von Roter Bete … verursacht. Details finden Sie in …

Від Olia Olia

Das ist ein weiteres klassisches Beispiel für eine Clickbait-Schlagzeile, die gezielt mit unseren Gesundheitsängsten oder der Neugier auf „Wundermittel“ spielt. Oft verbergen sich hinter solchen Formulierungen entweder völlig harmlose Fakten oder übertriebene Heilsversprechen.

Wenn man die reißerische Verpackung weglässt, gibt es zu Roter Bete ein paar medizinisch interessante Fakten, die oft für solche Artikel herangezogen werden:

Was die „Enthüllung“ meistens meint:

  1. Beeturie (Die harmlose „Schrecksekunde“): Bei etwa 10–14 % der Menschen verfärbt sich der Urin oder Stuhlgang nach dem Verzehr von Roter Bete rötlich. Das ist absolut harmlos und liegt an den enthaltenen Farbstoffen (Betaninen). Wer das nicht weiß, bekommt beim Blick in die Schüssel erst einmal einen Riesenschrecken – ein perfektes Thema für eine Klick-Falle.
  2. Senkung des Blutdrucks: Studien zeigen tatsächlich, dass die in der Bete enthaltenen Nitrate im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden, was die Gefäße weiten und den Blutdruck leicht senken kann. Clickbait-Seiten machen daraus oft: „Ärzte schockiert: Dieses Gemüse ersetzt Blutdrucktabletten!“ (Was natürlich gefährlicher Unsinn ist).
  3. Vorsicht bei Nierensteinen: Rote Bete ist reich an Oxalsäure. Menschen, die zu calciumoxalthaltigen Nierensteinen neigen, sollten sie in Maßen genießen. In der Welt der Schlagzeilen wird daraus: „Warum Rote Bete Ihre Nieren zerstören kann.“

Warum diese Artikel so gefährlich sind:

Solche Texte führen oft auf Seiten, die teure Nahrungsergänzungsmittel verkaufen wollen oder die mit so viel Werbung überladen sind, dass der eigentliche Inhalt kaum noch lesbar ist. Schlimmer noch: Manchmal werden dort gefährliche Ratschläge gegeben, wie zum Beispiel medizinisch notwendige Medikamente durch Gemüse zu ersetzen.

Mein Tipp: Wenn Sie wissen möchten, was Rote Bete wirklich bewirkt – sie ist ein hervorragender Lieferant für Eisen, Folsäure und Vitamine. Für eine ausgewogene Ernährung ist sie super, aber sie ist weder ein magisches Heilmittel noch ein „Gift“.

Sind Sie auf eine spezifische Behauptung gestoßen, die Sie genauer unter die Lupe nehmen wollen?