21.05.2026

Weiße Flecken an Armen oder Beinen? Ein Spezialist erklärt ihre mögliche Bedeutung.

Від Olia Olia

Weiße Flecken auf der Haut an den Armen oder Beinen fallen meist besonders im Sommer auf, wenn die umliegende Haut durch die Sonne gebräunt wird. Aus dermatologischer Sicht gibt es für diese Pigmentveränderungen (Hypopigmentierung) ganz unterschiedliche Ursachen. In den allermeisten Fällen handelt es sich um völlig harmlose Zustände, doch ein genauer Blick hilft, die Signale der Haut richtig zu deuten.

Hier sind die häufigsten medizinischen Erklärungen für weiße Flecken an den Gliedmaßen:

Die häufigsten Ursachen für weiße Hautflecken

1. Hypomelanosis guttata idiopathica („weiße Altersflecken“)

Dies ist die mit Abstand häufigste Ursache bei Erwachsenen, insbesondere ab dem mittleren Lebensalter.

  • Das Erscheinungsbild: Es bilden sich kleine, scharf begrenzte, porzellanartige weiße Flecken (meist 2 bis 6 mm groß), vor allem an den Schienbeinen und Unterarmen.
  • Die Ursache: Der Begriff „idiopathisch“ bedeutet, dass die genaue Ursache unbekannt ist. Es handelt sich jedoch um eine harmlose, altersbedingte Veränderung der Pigmentzellen (Melanozyten), die oft durch jahrzehntelange, kumulierte Sonneneinstrahlung begünstigt wird. Sie verursachen weder Juckreiz noch Schmerzen.

2. Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)Hierbei handelt es sich um eine sehr weit verbreitete, harmlose Pilzinfektion der obersten Hautschicht.

  • Das Erscheinungsbild: Die Flecken können hell oder leicht bräunlich sein und schuppen sich manchmal ganz fein, wenn man darüber kratzt. Sie treten häufig an den Oberarmen, am Rücken oder der Brust auf.
  • Die Ursache: Der Hefepilz Malassezia furfur gehört zur ganz normalen Hautflora fast jedes Menschen. Unter feucht-warmen Bedingungen (z. B. durch starkes Schwitzen) kann er sich jedoch übermäßig vermehren und blockiert dann die körpereigene Pigmentproduktion an den betroffenen Stellen.

3. Pityriasis alba

Diese Form der Pigmentstörung tritt besonders häufig bei Kindern und jungen Erwachsenen auf, oft im Zusammenhang mit trockener Haut oder einer Veranlagung zu Neurodermitis.