18.07.2026

Könnten diese 9 beliebten Nahrungsergänzungsmittel Ihre Leber und Nieren zusätzlich belasten?

Від Olia Olia

Ja, viele frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel werden unterschätzt, da sie als „natürlich“ gelten. Leber und Nieren sind die Hauptorgane für den Abbau und die Ausscheidung dieser Stoffe. Bei Überdosierung, minderwertiger Qualität oder Wechselwirkungen können sie die Organe im Stillen massiv belasten.

Diese 9 beliebten Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie genauer unter die Lupe nehmen:

1. Hochdosiertes Vitamin D3

  • Das Risiko (Nieren): Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme im Darm. Wird es dauerhaft in extremen Megadosen (ohne ärztliche Kontrolle) eingenommen, steigt der Kalziumspiegel im Blut massiv an (Hyperkalzämie). Dies führt zur Ablagerung von Kalzium in den Nieren und begünstigt schmerzhafte Nierensteine sowie Gewebeschäden.

2. Grüntee-Extrakt (in Kapselform)

  • Das Risiko (Leber): Während getrunkener Grüntee gesund ist, enthalten hochkonzentrierte Kapseln (oft als „Fatburner“ verkauft) extreme Mengen an Epigallocatechingallat (EGCG). In dieser Dichte kann EGCG toxisch auf die Leberzellen wirken und im schlimmsten Fall eine akute Leberentzündung (Hepatitis) auslösen.

3. Hochdosiertes Vitamin C

  • Das Risiko (Nieren): Überschüssiges Vitamin C wird vom Körper zu Oxalsäure abgebaut und über den Urin ausgeschieden. Wer täglich künstliche Dosen von über 1.000 bis 2.000 mg einnimmt, überschwemmt die Nieren mit Oxalat, was das Risiko für Calciumoxalat-Nierensteine drastisch erhöht.

4. Creatin (Kreatin)

  • Das Risiko (Nieren): Creatin ist im Sportbereich sehr beliebt. Bei gesunden Menschen und normaler Dosierung ist es sicher. Wer jedoch zu wenig trinkt, minderwertige Produkte nutzt oder bereits eine unentdeckte Nierenschwäche hat, belastet die Filterfunktion der Nieren durch den massiven Abbau zu Kreatinin zusätzlich.

5. Künstliche Proteinpulver (Molkeprotein / Whey)

  • Das Risiko (Nieren): Eine dauerhaft extreme Eiweißzufuhr über Shakes erhöht den Filtrationsdruck in den Nierenkörperchen, da große Mengen an Harnstoff ausgeschieden werden müssen. Bestehen bereits Vorschäden, beschleunigt dies den Funktionsverlust der Nieren.

6. Curcumin-Präparate (mit Piperin-Zusatz)

  • Das Risiko (Leber): Kurkuma als Gewürz ist leberschützend. Hochdosierte Curcumin-Extrakte, die mit schwarzem Pfeffer (Piperin) versetzt sind, um die Aufnahme zu maximieren, stehen jedoch in Verdacht, bei empfindlichen Personen oder bestehenden Gallengangsproblemen lebertoxisch zu wirken.

7. Ashwagandha (Schlafbeere)

  • Das Risiko (Leber): Das beliebte Adaptogen zur Stressreduktion stand in den letzten Jahren vermehrt im Fokus von Gesundheitsbehörden. Es gibt dokumentierte Fälle von Leberschäden (cholestatische Leberschädigung), die nach der Einnahme von Ashwagandha-Kapseln auftraten und nach dem Absetzen wieder abklangen.

8. Garcinia Cambogia (Hydroxyzitronensäure)

  • Das Risiko (Leber): Dieser Fruchtextrakt wird häufig in pflanzlichen Diätpillen eingesetzt. Es gibt zahlreiche medizinische Fallberichte, bei denen die Einnahme mit akuter Lebertoxizität und Leberversagen in Verbindung gebracht wurde.

9. Hochdosiertes Vitamin A (Retinol)

  • Das Risiko (Leber): Im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen ist Vitamin A fettlöslich. Der Körper kann Überschüsse nicht einfach ausscheiden; sie werden in der Leber gespeichert. Eine chronische Überdosierung führt zur Leberverfettung und kann langfristig das Gewebe zerstören (Zirrhose).

Fazit für den Alltag: Nutzen Sie Nahrungsergänzungsmittel nie nach dem Prinzip „Viel hilft viel“. Lassen Sie Mängel vorab durch ein Blutbild beim Arzt feststellen und stimmen Sie die Dosierung gezielt ab, anstatt zu unkontrollierten Kombi-Präparaten zu greifen.