29.08.2026

Sodbrennen und Säurereflux: Natürliche Wege, das Brennen zu lindern und einem erneuten Auftreten vorzubeugen

Від Olia Olia

Sodbrennen und Säurereflux entstehen, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt und die empfindliche Schleimhaut reizt. Ursache ist meist ein geschwächter Schließmuskel (Sphinkter) am Mageninput. Mit gezielten Anpassungen im Alltag und bewährten Hausmitteln lässt sich das Brennen effektiv lindern und langfristig verhindern.

Akute Hilfe bei Brennen

  • Ein Glas lauwarmes Wasser: Verdünnt die Magensäure in der Speiseröhre und spült sie zurück in den Magen.
  • 1 TL Natron in Wasser: Neutralisiert Säure chemisch binnen Minuten (nur gelegentlich anwenden, da Natron viel Natrium enthält).
  • Haferflocken oder trockenes Weißbrot: Binden überschüssige Magensäure im Magen wie ein Schwamm.
  • Kammillentee: Wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf die gereizte Magenschleimhaut.
  • Pflanzlicher Magenschutz: Eibischwurzel- oder Flohsamenschalen-Tee bildet einen schützenden Schleimfilm an den Wänden der Speiseröhre.

Ernährung anpassen

  • Auslöser reduzieren: Fettreiche Speisen, scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte, Tomaten, Schokolade, Kaffee, Kohlensäure und Alkohol entspannen den Magenmuskel oder kurbeln die Säureproduktion an.
  • Kleine Portionsgrößen: 5–6 kleine Mahlzeiten am Tag verhindern, dass der Magen zu voll wird und Druck auf den Schließmuskel ausübt.
  • Gut kauen: Verringert die Verweildauer der Nahrung im Magen und entlastet die Magensäureproduktion.

Lebensstil & Schlaf optimieren

  • Oberkörper erhöht schlafen: Das Bettkopfteil um 10–15 cm anheben oder ein Keilkissen nutzen. Die Schwerkraft verhindert das Aufsteigen der Säure im Liegen.
  • Auf der linken Seite schlafen: Durch die Lage des Magens liegt der Mageninhalt auf der linken Seite unterhalb des Speiseröhreneingangs.
  • Nicht direkt nach dem Essen hinlegen: Mindestens 2 bis 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen vergehen lassen.
  • Druck auf den Magen vermeiden: Lockere Kleidung tragen; eng anliegende Gürtel oder Hosen steigern den Druck im Bauchraum.
  • Gewicht reduzieren: Überflüssiges Bauchfett erhöht den Druck auf den Magen spürbar.

Wann ist ein Arztbesuch nötig?

Suchen Sie medizinischen Rat auf, wenn das Sodbrennen mehr als zweimal pro Woche auftritt, Schluckbeschwerden hinzukommen, Sie ungewollt Gewicht verlieren oder frei verkäufliche Mittel keine Besserung bringen.

Treten Ihre Beschwerden eher nachts im Liegen auf oder vor allem nach bestimmten Mahlzeiten?