05.10.2025

Warum Sie im Schlaf sabbern: Entdecken Sie die verborgenen Botschaften Ihres Körpers

Від Olia Olia

Nächtliches Sabbern mag peinlich sein, aber es ist ein normales Phänomen, das oft auftritt, wenn Sie in einem tiefen Entspannungszustand sind. Es ist in den meisten Fällen harmlos, kann aber auch eine verborgene Botschaft Ihres Körpers über Ihre Schlafqualität oder Ihre Gesundheit sein.

Hier erfahren Sie, warum Sie sabbern und welche Botschaften Ihr Körper Ihnen sendet.


Die 3 häufigsten Gründe für nächtliches Sabbern

Das Sabbern im Schlaf (medizinisch als Sialorrhoe bezeichnet) entsteht, wenn Ihr Körper Speichel produziert, aber der Schluckreflex und die Kontrolle der Gesichtsmuskeln eingeschränkt sind.

1. Tiefe Entspannung und Schlafposition (Harmlos)

Dies ist die häufigste und harmloseste Ursache:

  • Entspannte Muskeln: Im Tiefschlaf, insbesondere während des REM-Schlafs (Traumschlaf), entspannen sich die Muskeln Ihres Gesichts und Kiefers vollständig. Wenn der Mund dabei leicht offen steht, kann der angesammelte Speichel einfach auslaufen.
  • Lage des Kopfes: Wenn Sie auf der Seite oder auf dem Bauch schlafen, ist die Schwerkraft Ihr Gegner. Der Kopf ist nicht gerade, und der Speichel kann leichter auf das Kissen abfließen. Im Gegensatz dazu wird Speichel in der Rückenlage oft automatisch geschluckt.

Botschaft des Körpers: Sie sind sehr entspannt und schlafen tief! Das ist eigentlich ein gutes Zeichen für die Qualität Ihres Schlafes.

2. Behinderte Nasenatmung (Häufiges Problem)

Wenn die Nasenatmung blockiert ist, atmen Sie automatisch durch den Mund, was das Sabbern begünstigt:

  • Verstopfte Nase: Bei einer Erkältung, Allergie (Heuschnupfen) oder einer verstopften Nasenscheidewand/Polypen können Sie nicht richtig durch die Nase atmen.
  • Mundatmung: Durch das Atmen mit offenem Mund trocknet der Mundraum aus, was die Speicheldrüsen zusätzlich anregen kann, mehr Speichel zu produzieren. Gleichzeitig geht die Kontrolle über den Speichelfluss verloren, und er tritt aus.

Botschaft des Körpers: Ihre Atemwege sind verstopft. Sie müssen die Ursache für die Mundatmung beheben, sei es ein akuter Infekt oder ein chronisches Problem wie eine Allergie.

3. Probleme mit dem Schluckreflex (Gelegentlich)

In manchen Fällen liegt das Problem nicht in der Menge des Speichels, sondern in der Fähigkeit, ihn zu schlucken:

  • Schluckstörungen (Dysphagie): Verschiedene Faktoren, von einer Entzündung im Mund-Rachen-Raum (z. B. Mandeln, Zahnfleisch) bis hin zu bestimmten Medikamenten (z. B. einige Antipsychotika), können den normalen Schluckreflex behindern.
  • Neurologische Erkrankungen: Bei älteren Menschen oder bei Vorliegen neurologischer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Schlaganfall oder Zerebralparese kann die Muskulatur um den Mund geschwächt oder die Koordination des Schluckvorgangs gestört sein.

Botschaft des Körpers: Hier könnte eine ärztliche Abklärung notwendig sein, um Schluckstörungen, eine Grunderkrankung oder eine Medikamenten-Nebenwirkung auszuschließen.


Was Sie tun können, um Sabbern zu reduzieren

Wenn das Sabbern zur Belastung wird, können Sie folgende Maßnahmen ausprobieren:

  1. Schlafposition wechseln: Versuchen Sie, in der Rückenlage zu schlafen, da dies die natürlichste Position ist, um den Mund geschlossen zu halten und Speichel zu schlucken.
  2. Atemwege freihalten: Behandeln Sie verstopfte Nasen vor dem Schlafengehen. Nutzen Sie Nasenspray, inhalieren Sie mit Salzwasser oder verwenden Sie Nasenpflaster, um die Nasenatmung zu erleichtern.
  3. Kissen anpassen: Ein passendes Kissen kann den Kopf in einer Position halten, die das Ablaufen des Speichels erschwert.
  4. Stress reduzieren: Stress und Angst können ebenfalls zu einer erhöhten Speichelproduktion führen. Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga vor dem Schlafengehen können helfen.
  5. Achten Sie auf die Mundhygiene: Entzündungen im Mundraum können die Speichelproduktion anregen. Eine gute Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind wichtig.

Wann Sie zum Arzt sollten:

Wenn das Sabbern übermäßig ist, chronisch auftritt und von anderen Symptomen wie Husten/Räuspern beim Essen, Schluckbeschwerden, häufigen Infekten oder dem Gefühl von Atemnot begleitet wird, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen, da das Risiko einer Aspiration (Einatmen des Speichels in die Lunge) besteht.